Freitag, 26. März 2010

Selbsterkenntnis

Weben zeigt mir immer wieder neu meine Stärken und meine Schwächen. Beim Weben muss man sich streng an die Regeln halten, sonst wirds nicht. Wenn ich nicht aufpasse, oder Fehler nicht ausbessern will, dann muss ich eben mit einem fehlerhaften Ergebnis leben. Es erstaunt mich immer wieder, wie sich beim Weben Freiheit und Enge mischt. Wie ich meine selbst aufgestellten Regeln einhalten muss. Wie ich mir mein eigenes Korsett baue.
Für mich ist es ein Bild meines Lebens: Es gibt Bereiche, in denen ich mich an die Regeln halte und sehr ordentlich arbeite und es gibt Bereiche, in denen ich mich treiben lasse.
So ist es auch beim Weben. Wenn ich mich eine zeitlang am Riehmen gerissen habe und gewissenhaft gemessen, gezählt und gearbeitet habe, brauche ich auch eine Phase des Chaoses. So entstehen auch sehr merkwürdige Gebilde. Z.B dieses sehr apparte farbliche Arramgement... :-)




Es ist knallgrüner Schuss in altrose Kette. - Ich frage mich nun, wem ich das Ding verschenken könnte... *grins

1 Kommentar:

Eva hat gesagt…

Gefällt mir sehr gut!! Tollen Farbkombi. Wunderschön gewebt. Versuche mich auch gerade zum erstem mal daran. Allerdings erst mal an dem Webrahmen meiner Kinder ;o)
Lg Eva