Sonntag, 13. Mai 2018

Hängt

Nun ist der Vorhangstoff gewaschen, die Vorhänge genäht und eben aufgehängt:




Es hätte ein bisschen mehr in der Breite sein dürfen, aber die linke Webkante wollte ja überhaupt nicht und da gab es Verlust.
An sich bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Wie erwartet, stören die Webfehler nicht so sehr. Die Transparenz ist genau so, wie ich sie gewollt habe. Es freut mich, mal wieder etwas wirklich Nützliches gewoben zu haben.
Ich habe allerdings von der Idee Abstand genommen, auch für das Wohnzimmer Vorhänge zu weben... :-)

Dienstag, 1. Mai 2018

Schären mit dem Direktzettelsatz

Ich webe auf dem Megado von Louet mit Direktzettelsatz und möchte mal zeigen, wie schäre/bäume, was ja in diesem Fall irgendwie das Selbe ist.
Zuerst muss Ordnung auf dem Direkzettelsatz sein. Ich klebe alle Anleinschnüre mit Creppband in ihr Abteil. 


Dann hole ich das Fadenführgerät.




Ich habe eines von Louet, das ich eigentlich ganz gut finde. Nur wie die Fäden am Ende aus dem Gerät kommen, gefällt mir nicht. Da verrutscht gerne das Fadenbündel und ich lande im falschen Abteil. Ich muss immer genau aufpassen.
Das Kämmchen (hier das, was so unscharf ist... :-)) müsste irgendwie anderes sein. - Oder ich habe noch nicht verstanden, wie es richtig geht. - Durchaus eine Möglichkeit.



Nun muss die Bremse des Kettbaumes gelöst werden:


Oben ist die Bremse zu, unten offen. Sonst kann der Kettbaum nicht gedreht werden.



Nun wird das Fadenführgerät eingefädelt. Das vorbereitete Gestell mit den Kettspulen stelle ich hinter den Webstuhl und das Fadenführgerät schraube ich an die Stelle, die ich bäumen will.


Jetzt muss ich versuchen, sehr ordentlich zu arbeiten und die Fäden von oben nach unten und wieder von unten nach oben über das Riedkämmchen am Kettspulengestell (oh Wunder, es ist von Louet) führen und dann sorgfältig in das Fadenführgerät "einweben". Je besser man das macht, desto weniger Stress hat man beim Bäumen und kann mit Tempo die Kette aufdrehen.




Es sieht heute mal recht gut aus... 


Die Fäden werden nun an die Anleineschnur unter dem Fadenfürhgerät gebunden und los geht die Dreherei. Ich überlege immer eine Sekunde, in welche Richtung ich drehen muss, aber das erschließt sich schnell.

Mit dem Zähler auf dem Fadenführgerät (oben das grau/schwarze Kästchen) kann ich die Kettlänge genau abmessen. Dann die Fäden abschneiden und im Abteil auf dem Kettbaum wieder festkleben mit dem Crepband.
Anbinden

Festkleben

So geht es immer weiter, bis irgendwann die ganze Kettbreite gebäumt ist:




Ich bin mit dem Direktzettelsatz sehr zufrieden. Das Schären und Bäumen sind so sehr viel einfacher und ich kann alles alleine machen. - Wunderbar!





Montag, 30. April 2018

Reichlich Stoff

 So, nun ist der Stoff aus dem Webstuhl und entgegen meinen Befürchtungen wird es locker für das Fenster ausreichen. Ich bin sehr gespannt, wie es aussehen wird. Den Vorhang werde ich von Hand nähen müssen, da das Gewebe doch sehr locker ist. Macht aber nichts.




Oder soll es doch ein Kleid werden... :-)







Warum es hier so still ist

Direkt nach den Badematten hatte ich die Idee, einen Vorhang zu weben. Ich wagte mich dazu wieder an eine dünne Kette aus dünnen Baumwollgarn in voller Webbreite von 1,30m. Das ganze dann mit der Schnellschusslade. Und ich weiß nicht, warum mir das so Probleme bereitet. Die Kombination aus all dem war ätzend und es machte mir überhaupt keine Spaß mehr. Ich hatte die überzähligen Litzen am Rand dran gelassen mit dem Effekt, dass die Kettfäden dort rissen. Eines kam zum anderen. Der Webstuhl stand still.

Nun habe ich mich aber gezwungen, die Kette mit Ach und Krach abzuweben und heute ist der große Tag, an dem es mir gelungen ist.

An sich finde ich die Idee nach wie vor schön. Ich habe mit Streifen in der Kette und breiterem Einzug mit der dunklen Kette gearbeitet. 



Es ergab ein lockeres, aber doch blickdichtes Gewebe und ich hoffe einfach, dass man die diversen Webfehler in der Masse dann einfach nicht sieht.




Ich war jedenfalls sehr glücklich, als die Anbindeschnüre um die Ecke kamen. Juhu! Heute wird der Stoff aus dem Webstuhl geholt



Und dann webe ich wieder brav Cottolin. Der Gartentisch schreit nach neuen Läufern und ich habe die Kette schon gespult und die Patrone ausgewählt. - Aber erst muss der Webstuhl wieder aufgeräumt werden.

Montag, 11. September 2017

Endergebnisse


 Hier ein paar Fotos von den fertigen Matten. Am Ende hat die Kette am Rand etwas nachgegeben, so dass die Ränder sich etwas wellen. - Aber die Matten sind ja für mich...

Hier kann man die Panamabindung noch mal gut sehen. Sie ergibt einen tollen Effekt, wenn man mit zwei Farben arbeitet.



Hier habe ich ein altes Frotteelaken miteingearbeitet. Man kann ja tatsächlich alles nehmen. DAs Laken war etwas kurz, darum gab es Farbwechsel in der Mitte. Das hat aber auch was.



Für die Säume habe ich einfach einige Reihen Leinwand gewoben, später eingeklappt und festgenäht.



Diese Matte ist in reiner Leinwand. Man kann den Unterschied zur Panama gut sehen. Ich persönlich
kann nur sagen: "Oh, wie schön ist Panama!" :-)



Abschließend lässt sich sagen, dass Badematten eine schöne Erholung sind, zwischen dünnen Sachen.  Man kann sie wunderbar verschenken - wenn man das Badezimmer des zu Beschenkenden kennt. Und sie halten echt ewig.

Donnerstag, 7. September 2017

Badematten



Im Frühjahr habe ich einen Schwung Badematten gewoben. Ich nehme dazu Trikotbänder und eine einfach Panamabindung, wie man auf dem Foto gut sieht. Spaß macht auch die Kette von zwei Fäden pro Zentimeter. Ich habe dazu extra ein 20er Blatt bei Louet bestellt. Man schickte mir aber ein 30er Blatt. Das war nervig und ich hatte keine Lust, das Riesending bei meiner 1,30 cm Webbreite wieder zurückzuschicken. Wir einigten uns so, dass ich das 20er zu einem reduzierten Preis noch geschickt bekam. Nun bin ich mit Webblättern extrem gut ausgerüstet: 20er bis 60 er habe ich nun alles. - Das wollte ich eigentlich gar nicht, aber für Wollstoffe ist das 30er gar nicht so schlecht.




Durch die schöne Webbreite konnte ich die Matten nun breiter weben als auf dem Tischwebstuhl mit 70er Breite. Die Arbeit mit den Teppichschiffchen war etwas ungewohnt, ging aber flott voran.



Und bald waren 10 Meter Kette abgehoben. Das musste dann alles von Hand versäumt werden. Inzwischen sind die Matten in Gebrauch oder verschenkt. Durch die Panamabindung sind sie sehr schön dick und fußwarm. Man kann sie gut in der Maschine waschen und ich bin restlos zufrieden damit. - Solche Matten sind tolle Geschenke - wenn man das Farbkonzept dessen kennt, den man beschenken will. :-) Eine Kollegin war gerade umgezogen und hatte im Badezimmer nun alles in Türkis - also habe ich mich zum ersten Mal an diese mir an sich eher fremde Farbe gewagt. - Auch nett, wenn einem der Webstuhl in einer eher ungeliebten Farbe anschaut. :-) Man kann es auf den Fotos etwas sehen. 



Es gibt gar keine Fotos von den fertigen Matten. - Das werde ich nachholen.

Sonntag, 3. September 2017

Sparen



Ich liebe es, zwischen den einzelnen Webstücken einer Kette, sowenig Verlust, wie möglich zu haben. Mit der Technik des "Hohlsaums" - wie ich es weiter unten schon beschrieben habe (siehe Labels), geht das wunderbar und ich habe zwischen den einzelnen Tüchern nur etwas 2cm Platz gelassen, um am Ende alles bequem auseinanderschneiden zu können.

Dienstag, 29. August 2017

Küchenhandtücher

Es ist nichts so, dass ich nicht mehr weben würde. Der Weg hierher war nur so umständlich. Inzwischen habe ich technisch aufgerüstet und nun läuft alles wunderbar. Also kommen ein paar Nachträge:

Ich habe eine Kette mit Küchenhandtüchern gewoben:
Kette: Cottolin, Schuss: verschiedene Chenillegarne, Bindung: Waffelbindung.

Ich habe die Kette relativ breit gemacht, denn es war ja klar, was spätestens beim Waschen passieren würde. So blieb ich von unliebsamen Überraschungen verschont. 




Ich hatte dickes und dünnes Chenillegarn. Mit dem dicken entstanden weiche und sehr voluminöse Tücher. Ich bin ganz zufrieden. Ich bin noch immer dabei, sie von Hand zu säumen.






Ich mag die Waffelbindung und kann sie wirklich nur empfehlen. Je mehr Schäfte man zur Verfügung hat, desto schöner wird der Effekt. Ich habe mit 12 Schäften gearbeitet - wenn ich mich nicht irre. Es ist jetzt wirklich schon länger her.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Rosa macht glücklich

Getreu dem oben genannten Motto habe ich beim letzten Hoffest von Dornröschen dünne, rosa Merinowolle gekauft  und eingezogen:


Es sah schon sehr rosa aus, als die Kette fertig war und ich war froh, dass ich für den Schuss ein violettes Verlaufsgarn gewählt  hatte. So wurde ein ansprechender Wollstoff daraus:



Mit dem Stoff bin ich zu meiner Schneiderin geeilt und sie hat ein Oberteil daraus gezaubert:



Und jetzt bin ich sehr zufrieden. Der Stoff, wurde wunderbar weich und hat einen schönen Glanz. Echt entzückend. Es ist toll, etwas zu weben, woraus dann ein Kleidungsstück wird, das man auch wirklich tragen kann. :-) Die Farbe ist etwas dunkler, als es hier aussieht. - Und richtig gut fotografieren kann ich ja eh nicht...

Daten:
Kettdichte: 4 Fäden pro Zentimeter, 84 cm breit eingezogen ergab die passende Breite für mich, Kettlänge: 3m
Leinwandbindung

Materialbedarf: Drei Stränge für die Kette reichen knapp. Drei für den Schuss ebenfalls knapp. Es wäre also besser in Zukunft jeweils vier Stränge zu kaufen.

Samstag, 28. Januar 2017

Jubel

Aus meinem Woll-Seidenstoff mit den Herzchen ist doch noch etwas geworden!!!
Meine Schneiderin hat das Unmögliche möglich gemacht:


Obwohl ich ja alles mögliche an Materialien ausprobiert habe,wurde es doch ein recht einheitliches Stück. Besonders interessant: Die Babyblaue Borde... :-)