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Sonntag, 30. August 2015

Geschirrtücher, Waffelbindung

Ich habe den neuen Webstuhl mit Geschirrtüchern eingeweiht, weil ich mich damit sicher fühle. Es war nicht ganz einfach, weil jeder Handgriff neu war und ich erst mal mit dem Direkteinzug kämpfte, dann mit dem Litzeneinzug (da dachte ich einen Moment,ich würde es gar nicht wuppen und hätte mich mit dem Riesenteil restlos übernommen) und nur der Blatteinzug lief gut.
Es war  vielleicht auch etwas vermessen, gleich mit so vielen Fäden anzufangen...
Aber dann war angewoben:



Ich habe alle möglichen Farbreste, die ich noch hatte, verwoben und alle Schützen ausprobiert. Hier sieht man den "Flying dutchman".



Es wurden am Ende 15 Tücher:



Weil ich die Kanten schon im Webstuhl abgenäht habe, hatte ich kaum Kettverlust und brauchte am Ende nur noch zwischen den einzelnen Tüchern durchschneiden.
Jetzt brauche ich nur noch jemanden, der für mich säumt...



Details:

Material: Cottolin (ein Tuch mit Chenille, um es auszuprobieren- ging gut!)
Kette: gute 10m,   10 Fäden pro cm, 50 er Blatt doppelt gestochen
Bindung: 12 Schäftige, versetzte Waffelbindung
Die Aufhängung habe ich gleich mit eingewoben (siehe unten)

Verhalten den Materials:
Eingezogenen Breite: 58cm (wollte mehr, aber hatte echt Probleme mit dem Direktzettelsatz... :-))
aus dem Webstuhl kam eine Breite von rund 50 cm .
gewaschen: 42 cm Breite  - aber das war ja klar, durch die Waffelbindung.

Ergebnis: Die Waffeln sind wunderbar tief geworden. Aber auf der Rückseite sind keine Waffeln zu sehen. Ich dachte, sie würden sich auf beiden Seiten bilden.
Ich denke, diese Bindung wäre sicher auch für eine leichte Wolldecke wunderbar. Ich habe mir die gesteckten Dobbyleisten mal aufgehoben.



Ich bin mir sicher: Der Megado und ich werden gute Freunde....

Montag, 8. November 2010

Ausgeripst

Es ist nicht so, dass ich nicht mehr weben würde. Die Kamera macht mir zu schaffen und ich finde ein Eintrag ohne Foto ist nur ein halber Eintrag. Inzwischen ist die Ripskette ganz abgewoben. Es ergab 11 Geschirrtücher, die z.T. noch im Keller trocknen. Eine besondere Art der Aufhängung habe ich an einem Tuch ausprobiert. Ich habe sie hier:  http://wollenaturfarbenraum.blogspot.com/2010/08/gewebte-tucher-aufhanger.html abgeschaut. Man webt eine Kordell ein. So sieht die Aufhängung bei mir aus:



Das Bild von den versammelten 11 Geschirrtüchern folgt noch.

Inzwischen ziehe ich schon die nächste Kette ein. Ich möchte Erfahrungen im Weben von Badehandtüchern gewinnen. Die erste Erfahrung war schon wenig angenehm. Ich hatte bei Traubwolle das Garn bestellt, obwohl ich mir schon geschworen hatte, da nie wieder was zu bestellen. Und siehe da: schon wieder ein "nette" Erlebnis: Ein Teil des Garnes, das ich bestellt habe, gibt es gar nicht, obwohl es im Shop zu bestellen ist. Man hat mich darüber nicht informiert, sondern einfach das geschickt, was man hatte. Leider was das nicht vorhande Garn das Baumwollbouclegarn, das ich für die Kette verwenden wollte.
Also war meine ganze Planung im Eimer. Inspiriert von Silvia von "Handwerk" habe ich mich mit verstärkten Gewebe beschäftigt und werde nun ein schussverstärktes Handtuch weben. Mit meinen Handhebeln dürfte es nicht ganz so schwierig sein, weil die eklige Verschnürung entfällt. Man kann sowas mit vier Schäften weben und ich bin total gespannt. Mir ist nur nicht klar, wie ich die Webkante weben soll. Sind da nicht automatisch doppelt so viele Schussfäden?! Ich wollte eigentlich Stehfäden verwenden.
Als Kette habe ich nun eben Cottolin genommen. Die Kette bleibt sowieso so gut wie unsichtbar (- denke ich mir mal... *grins). Ich habe fünf Fäden pro Zentimeter, damit die Flottierungen nicht ganz so lang werden. Ich hoffe, ich produziere kein Brett, sondern ein superflauschiges Handtuch...

Sonntag, 31. Oktober 2010

Acht

Hier sind mal meine ersten acht Schätzchen zu sehen. Inzwischen auch gesäumt. Mal sehen, wie sie gewaschen aussehen.




In meinem Kopf gären die nächsten Projekte. Ich möchte Jutesäckchen weben, in denen man die Weihnachtsgeschenke verschenken kann. Und ich überlege, wie ich flauschige Badetücher weben könnte. Ob Baumwollchenille ein gutes Material wäre?!

Samstag, 30. Oktober 2010

Nichts geht mehr!

Nun habe ich meinen Warenbaum an seine Grenzen gebracht. Ich musste die Kette abschneiden und habe acht Geschirrtücher fertig. Ich denke aus dem Kettrest bekomme ich noch mal 2-3 Tücher. - Weihnachten kann kommen... :-)


Dienstag, 26. Oktober 2010

Experimente

Momentan probiere ich flottierende Schussfäden aus. Allerdings nur im schmalen Kettstreifen. Es ist spannend, was sich alles machen lässt. Der Warenbaum ist fast voll. Ich werde die Tücher doch rausnehmen müssen. Schade, dass ich im Moment nicht mehr Zeit zum Weben habe...


Freitag, 22. Oktober 2010

Es ripst vor sich hin..

Ohwohl ich eigentlich gerade strickfilze - da hast sich ein ganz dringender Bedarf an Hausschuhen aufgetan- doch noch ein Bild von meiner Kette. Das ist wohl ein ganz klassischer Rips. Mit dem will ich noch weiter experimentieren. Ich webe noch immer Geschirrtücher. Davon kann man nicht genug haben...


Donnerstag, 21. Oktober 2010

Rips

Rips hat mich schon länger interessiert. Nun habe ich die Gelegenheit, mir einige Möglichkeiten zu erarbeiten. Besonders gut gefällt mir diese Variation. Es ist Muster 188, f nach Erika Arndt:


Der Schuss ist vierfaches Cottolin, dessen Ströme durch die Bindung immer hin und her gelenkt werden. Das Bild ist quer zur Webrichtung aufgenommen.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Back

Ich war ein paar Tage weg und habe tatsächlich den Webstuhl vermisst. Die Ripskette macht mir nämlich viel Freude. Jetzt bin ich wieder fleißig am Weben.
Mit der Abnähtechnik schaffe ich es nur etwa 3 cm Kette zu verbrauchen, wenn ich mit einem neuen Geschirrtuch anfange. Aber leider ist die Kette nicht ganz gleichmäßig auf dem Kettbaum. Ich werde früher oder später doch mal neu anbinden müssen. Aber bis dahin sieht der Wechsel so aus:


Dienstag, 5. Oktober 2010

Das erste Tuch


Erstes Fazit: Das Karomuster ist ganz nett. Ich webe die Farben der Kette im Schuss und nehme das Cottolin doppelt. Allerdings finde ich das Gewebe für ein Küchentuch noch immer recht dünn. Vermutlich ist das eine Eigenart des Rips. Das ist mein erster Rips und ich denke, ich werde es beim nächsten Tuch einfach mit einem dreifachen Cottolinschuss versuchen. Ob ich im Schuss auch Leinen und Cottolin mischen kann? Oder verzieht es sich dann?
Die Kante habe ich wieder "abgenäht", so dass ich nur wenig Kettverlust habe. Ich denke, so bekomme ich wohl 10 Tücher aus der Kette. - Man darf gespannt sein. :-)
Ich habe nur keine Ahnung, wie stark der Rips eingeht. Bei der Waffelbindung habe ich 70cm gewoben und gute 50cm am Ende in der Länge herausbekommen. Ich denke, ganz so stark wird der Rips nicht eingehen, oder? Ich denke, ich webe mal 65cm lang.

Montag, 26. Juli 2010

Scheindreher

Es war wie eine Befreiung:
Ich legte ein gutes Hörbuch ein und machte mich dran, die 10 Pflichtzentimeter zu weben, als sie plötzlich wieder da war: Die Freude am Weben. Ich hatte mir Sorgen gemacht, weil ich wochenlang nicht mehr gewoben hatte. Das Spinnrad und die Wolle hatten mich in Beschlag genommen. Ich hatte die Befürchtung, eigentlich eine "Spinnerin" zu sein.
Aber nun weiß ich es: Ich bin tatsächlich eine Weberin, die gerne für ihre Projekte das Garn spinnt. Aber ich bin keine Spinnerin, die notgedrungen webt, damit das gesponnene Garn seinen Sinn hat. Das beruhigt mich wirklich.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe die Gardine fertig gewoben und die Kette gab noch ein schmales Geschirrtuch her, auf dem ich verschieden Scheindrehervartiationen ausprobiert habe. Die werde ich im Laufe der Woche hier noch vorstellen.



Hier das Tuch.
Die Gardinen fotografiere ich erst wieder, wenn sie hängen. Ich muss sie noch waschen und nähen.
Und eine neue Kette habe ich auch schon geschoren. - Year!

Freitag, 26. März 2010

Fertig!

Nun ist die Rosengangkette abgewoben und ich freue mich. Ich denke, ich habe die Bindung nun begriffen. Ich bin nun in der Lage ordentliche Rapports zu weben. Es ergab zwei lange Läufer (1,60m), zwei kürzere Läufer (etwa 1m) und zwei etwas zu große Geschirrtücher. Ich werde die Ergebnisse derReihe nach vorstellen. Vom ersten Läufer ist ja schon ein Bild eingestellt.


Hier das letzte Geschirrtuch. Ein richtiges Chaostuch, in das ich wild alle Farben einwob, die ich fand. Den Faden habe ich doppelt genommen.

Montag, 15. Februar 2010

Geschirrtücher


Diese Geschirrtücher habe ich vor einem Jahr mit 8/2er  Baumwollgarn gewoben. Es war das erste mal, dass ich Baumwolle verwob und mich an so viele Kettfäden wagte. Es waren 410 Fäden mit zweifarbiger Kette. Ich zog 9 Fäden pro cm ein. Heute weiß ich, dass das unklug war, denn ich stach ein 50er Blatt 4 mal doppelt und einmal einfach. Ich war etwas verblüfft, dass man den einzelnen Blattstich erkennen konnte. - Heute bin ich schlauer. :-) Ich habe bei diesen Tüchern erst begriffen, wie wichtig der Blattstich ist. Seither widme ich ihm besonderere Aufmerksamkeit. Aus der Distanz sehen, die Tücher ganz gut aus. Man kann die diversen Webfehler nicht sehen. Einige hängen hier über meiner "Penelope". - Aber ich bin nach wie vor stolz auf die guten Stücke und verwende sie im Haushalt.