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Samstag, 2. Januar 2016

Blau

Die letzte Akpaka-Kette, war meiner Cousine gewidment, der ich schon vor Jahren einen Schal in Blautönen versprochen hatte. Blau ist eine Farbe, mit der ich persönlich nicht ganz so viel anfangen kann und so habe ich mich bei Kauf der Farbkombination richtig verhauen. :-)
Um Zeit zu sparen habe ich die neue Kette ( zweifarbig) an die alte angeknotet. Ein Versuch, der erfolgreich war. Ich verlor nur einen einzigen Faden am Rand.

Sieht etwas komisch aus, aber das ist der Augeblick, als die neue Kette -an der alten schwarzen angeknotet - durch das Blatt kam. Ein Verfahren, dass ich mir merken möchte, denn man erspart sich viel Arbeit - auch wenn das Anknoten auch nicht von selbst geht.

Jedenfalls wob ich mit der alten Bindung weiter und war extrem verblüfft, denn mit den neuen Farben (Kette: hellblau und natur, Schuss: stahlblau) sah alles ganz anders aus:

Nun sah man plötzlich Rechtecke, wo man  im schwarz-grauen Schal Rauten sah! Dabei hatte ich lediglich die Farben verändert!
Und genau die Farben waren das Problem. Diese Farbkombination kam so merkwürdig raus, dass ich mich echt nicht getraute, den Schal zu verschenken.


Es ist manchmal nicht ganz leicht, Garn nur aus dem Internet zu bestellen, weil man die Farben letztlich doch nicht so richtig sehen kann.

Ich war etwas ratlos, denn ich wollte ja einen Schal verschenken und die Zeit drängte. Außerdem hatte ich  noch Kette für einen Schal auf dem Webstuhl. Aber es war zu spät, nochmal Wolle nachzuordern.
Also durchforstete ich meine Bestände und wagte ein Expermiment. Zum ersten Mal verwob ich selbstgefärbte und gesponnene Wolle auf dem neuen Webstuhl. Ich hatte da noch was in Türkis aus Schafwolle mit Milchseide.



 Das Ergbenis erfreute mich sehr. Die Kette kam nun wieder ganz anders heraus und man konnte die Bindung kaum erkennen. Dieser Schal lebte vom Schussmaterial und wurde wunderbar dezent. Nachdem er gewaschen war, war er auch relativ weich und konnte verschenkt werden. - Jetzt weiß ich, was ich mit all diesen vielen Käulen gesponnener Wolle machen kann... :-)

 




Sonntag, 27. Dezember 2015

Vater und Sohn

Die zweite Alpaka-Kette war für meinen Vater und meinen Bruder gedacht. Ich wählte schwarz für die Kette und grau für den Schuss. Die Bindung ist gemischte Köperbindung.












Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachtsgeschenke

Weil dieses Akpakagarn ja so unbeschreiblich toll ist, habe ich mich entschlossen, Schals für Weihnachten daraus zu weben. - Bietet sich ja an. :-)

Ich habe 6 Schals auf drei verschiedenen Ketten gewoben, die ich nach und nach hier vorstellen werde.
Die erste Kette stand unter dem Motto "Vater und Tochter". Ich wollte das Maximale aus dem Material herausholen und suchte nach einer Bindung mit "viel Schuss". In der Atlasbindung bin ich fündig geworden.
Ich zog eine naturfarbene 5m Kette 8 Fäden pro Zentimeter ein und bereitete alles für einen verschiedenbreiten Kett-und Schussatlas vor. Ich war etwas überrascht von der geometrischen Strenge. Aber diese Streifen wirken als Schal gar nicht so schlecht. Nach dem Waschen stellte sich auch die erwünschte Kuschelweichheit ein.


Einmal weinroter Schuss:



Einmal schwarzer Schuss:

Und da hängen nun Tochter und Vater und müssen nun endlich verpackt werden....


Nur für mich, dass ich es nicht vergesse:
Einzug 34 cm, pro Kettspule: 100 m-> ergab zwei Schals mit etwa 175 cm. Schussverbrauch: etwas mehr als eine Spule! Geht durch das Waschen kaum ein.

Samstag, 19. Dezember 2015

Origami-Shirt

Seit ich bei Kiki  das Origami-Shirt sah, war mir klar, dass ich dieses interessante Kleidungsstück nachweben wollte.
Hier kaufte ich mir im Sommerurlaub feines Alpakagarn und legte los:
Ich zog eine Kette mit 8 Fäden pro Zentimeter und einer Breite von 50cm ein, rechnete etwas herum und wob dann 2,7m lang. Ich hatte noch keine Erfahrung mit diesem Garn und rechnete mit einer Endbreite von etwa 45cm. Es wurde aber sogar etwas breiter.
Ich wob eine einfach Leinwandbindung und brachte den Stoff samt Anleitung zur Schneiderin meines Vertrauens, die so nett war, alles umzusetzen. - Ich selbst bin eine lausige Näherin.

Das Ergebnis hat mich fast umgehauen. Das Shirt ist zwar etwas zu weit und die Ärmel etwas zu lang, aber ich bin hin und weg. Der Alpakastoff ist unheimlich leicht und da ich am Rand eine andersfarbige Kette eingezogen hatte, kann man nun die Diagonalen im Muster wunderbar erkennen.
Ich werde garantiert noch mehr Stoff für diesen Schnitt herstellen. Es bleibt kein Verschnitt übrig und ich finde es einfach unheimlich originell!

Ich freue mich echt darüber.

Anbei: Man beachte das strahlende "Weihnachtswetter".... *grins